THL-Übung mit den Johannitern
Unsere Autos werden immer sicherer. Und trotzdem: Immer wieder werden Menschen bei Verkehrsunfällen verletzt und müssen von Feuerwehr und Rettungsdienst aus ihren Fahrzeugen befreit werden. Dafür ist ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten erforderlich. Das haben die Feuerwehr Aurachhöhe und die Johanniter aus Schwabach und Kammerstein zusammen geübt.
„Natürlich gibt’s immer einen Plan-A.“, erklärt Ralf Uhlmann, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Aurachhöhe. „Aber wenn das Fahrzeug zum Beispiel ungünstig steht oder sich zu stark verformt hat, dann muss schnell eine Alternative her.“ Deswegen wurden in der gemeinsamen Übung zwei Verkehrsunfälle simuliert. Dabei galt es, jeweils drei Personen aus einem Unfallfahrzeug zu befreien. „Manchmal genügt es, die Türe aufzumachen, und die Person aussteigen zu lassen.“, so Notarzt Dr. Wolfgang Raab, Standortarzt der Schwabacher Johanniter. „Und dann gibt’s Fälle, in denen die Feuerwehr das halbe Auto zerlegen muss, damit wir überhaupt an die Verletzten rankommen und sie rausholen können.“ Die Johanniter hatten sich mit zwei Fortbildungsabenden auf diese Übung vorbereitet. Wer muss so schnell wie möglich gerettet werden, wer eher schonend? Welche Hilfsmittel hat der Rettungsdienst zur Hand – und wo ist dann die Feuerwehr gefragt?









Auf dem Gelände der Feuerwehr Aurachhöhe galt es dann, die Erkenntnisse aus den Fortbildungen mit der Realität zusammenzubringen. Wie funktioniert die Kommunikation zwischen Feuerwehr und Johannitern? Wie werden die Teams sinnvoll koordiniert, damit alle möglichst zügig ihre Arbeit machen können? So musste beispielsweise eine bewusstlose Person möglichst schnell aus dem Fahrzeug geholt werden – das aber so unglücklich an einer Wand stand, dass der direkte Zugang durch die Türe nicht mehr möglich war. Zu allem Überfluss saß dann noch ein zweiter Patient im Weg, der aufgrund einer Beinverletzung nicht unbedingt schnell, aber möglichst schonend gerettet werden sollte. Und in beiden Fällen zeigte sich: Auch beim Umlagern und Tragen der Verletzten – was ja eigentlich eine medizinische Aufgabe ist -, ist die Feuerwehr unverzichtbar, weil sie in der Regel mit deutlich mehr Einsatzkräften an einer Unfallstelle ist, als der Rettungsdienst.